Geschichte der lateinischen Sprache

Vom Frühlatein aus dem 6. Jahrhundert gibt es heute nur noch einige Inschriften wie den Lapis Niger. Aus ihm entwickelte sich bis ins 3. Jahrhundert durch Vokalabschwächungen und Veränderungen der Phonologie und der Morphologie das Altlatein. In der Zeit um die Zeitwende spricht man vom klassischen Latein. Insbesondere Schriftsteller wie Cicero und Vergil entwickelten die Sprache weiter. Später unterschied sich das geschriebene Latein der Antike nicht sehr von dem geschriebenen der Neuzeit. Aber das gesprochene wies grundlegende Veränderungen auf. Durch die Romanisierung wurde die Sprache auch über die Grenzen des Imperium Romanum hinaus bekannt. Während der Spätantike und der Zeit der Völkerwanderung verfiel der Grammatikunterricht und damit auch der Gebrauch der Sprache. Es entwickelten sich aus lokalen Dialekten eigene Volkssprachen. Eine bedeutende Rolle spielt dabei das Konzil von Tours um 813, welches erstmals beschloss Predigten in volkstümlicher Sprache zu erlauben, da die Gläubigen kein Latein mehr verstehen würden. So wurde auch viel Latein durch die griechische Sprache ersetzt. Unter Karl dem Großen erlebte die Sprache eine Renaissance. Schulen und Klöster wurden dazu angehalten wieder Latein zu unterrichten. Es entstanden nun auch wieder literarische Werke. Die Sprache veränderte sich auch im Mittelalter nicht sehr. Es wurde nur das Vokabular etwas vergrößert und die Grammatik vereinfacht.